DevLog - Twitch und ich kommen miteinanders klar.

Heute hat mein Twitch-Bot zum ersten Mal auf einen Chat-Command reagiert, und ich glaube, ich habe danach einfach eine Weile still vor dem Bildschirm gesessen.

Um zu verstehen, warum dieser Moment so viel bedeutet, muss ich kurz ausholen. Ich war lange Jahre als Marketingfreelancer tätig, bis mich ME/CFS aus diesem Leben herausgerissen hat. Eine neurologische Erkrankung, die von außen unsichtbar ist, aber von innen nahezu alles verändert: wie viel Energie man hat, wie verlässlich diese Energie ist, was überhaupt noch möglich ist. Freelance-Arbeit war irgendwann schlicht nicht mehr machbar. Also stand ich vor der Frage, womit ich meine Zeit füllen kann, wenn der Körper nur begrenzte Fenster erlaubt, in denen man wirklich funktioniert.

Die Antwort war Legends of Arthengard. Nicht weil ich schon immer Spieleentwickler werden wollte, sondern weil es eine Aufgabe ist, die ich mir vollständig selbst einteilen kann. Keine Deadlines von außen, kein Druck, um neun Uhr morgens produktiv zu sein. Nur ich, mein Rechner und ein Projekt, das langsam wächst.

Was ich dabei nicht erwähnt habe: Das hier ist mein erstes ernsthaftes Programmierprojekt überhaupt. Ich komme aus dem Marketing, nicht aus der Softwareentwicklung. Vieles lerne ich direkt am Projekt. Deshalb war der heutige Tag kein kleiner Schritt, sondern ein echter Meilenstein.

Der Bot hat auf den Command #joincity im Twitch-Chat reagiert. Klingt simpel. Ist es technisch betrachtet vielleicht auch. Aber dieser Bot ist zusammen mit dem Twitch-Login das absolute Fundament von Legends of Arthengard. Ohne ihn gibt es keine Verbindung zwischen Streamer und Zuschauer, keine Städte, keine Spielwelt. Alles, was das Spiel ausmachen soll, hängt daran.

Als nächstes kommen die ersten echten Spielmechaniken für Version 0.1.0: Gebäude errichten, die Karte erkunden und erste Farming-Jobs ausführen. Der Bot steht bereit. Jetzt geht es darum, ihm etwas zu tun zu geben.

Danke, dass ihr diesen Weg mit mir geht.