Kapitel 9 von 11

Kapitel 9 - Besichtigungstour

IssacDJacks3. Juli 2026

Das Feuer im Kamin wirft tanzende Schatten über die Seiten ihres Buches
und Nara starrt seit Ewigkeiten auf dieselbe Zeichnung. Ein Schleim,
dargestellt als kreisrunder Klecks mit einem leuchtenden Punkt in der
Mitte. Daneben eine Beschreibung: Schwachstelle: Der Kern. Vorkommen:
Ebenen, Ruinen, gelegentlich Waldränder. Gefährlichkeit: gering. Zwei
Seiten weiter, ein Goblin, detaillierter gezeichnet und mit einer
Anmerkung über Rudeltaktik. Gefährlichkeit: mäßig, in Gruppen
gefährlich.

Nara hat die Seite über Goblins dreimal gelesen. Alles, was sie vor drei
Nächten hätte wissen können. Alles, was ihr jetzt nichts mehr nützt,
weil sie es am eigenen Leib erfahren hat.

Sie blättert nicht um. Das Buch liegt offen auf ihren Knien und ihre
Gedanken wandern.

Zehn Gardisten in einer Kaserne, die sie gerade erst aufgeräumt haben.
Vorräte, die für zwölf Menschen bei Weitem nicht so lange reichen
werden, wie sie es gerne hätten. Ein verschlüsselter Brief in ihrer
Tasche, dessen Entschlüsselung vielleicht Jahre dauert. Eine Stimme, die
mit ihr gesprochen hat und die sie sich scheinbar nicht eingebildet hat,
auch wenn sie das lieber glauben würde.

Ein Poltern hinter dem Tresen reißt sie aus den Gedanken. Einer der
Gardisten hat die Tür zur Küche geöffnet und sich den Kopf an dem
Querbalken gestoßen, der seit Naras Ankunft quer im Rahmen hängt und den
sie in den ganzen Wochen nicht weggeräumt hat. Er reibt sich fluchend
die Stirn.

“Tut mir leid”, ruft Nara vom Kamin her. “Ich habe es noch nicht
geschafft, die Küche in Ordnung zu bringen. Die stand nicht gerade oben
auf meiner Liste.”

Der Gardist schaut sich in der Küche um, sieht den Zustand, und dreht
sich wieder zu Nara. “Macht nichts, Hoheit. Würde es Euch stören, wenn
ich das Abendessen für alle hier am Kamin zubereite? Die Küche braucht
mindestens einen Tag Arbeit, bevor man darin irgendetwas kochen kann.”

“Natürlich, bedien dich.”

Er beginnt, aus dem mitgebrachten Vorrat Zutaten zusammenzustellen,
schneidet Gemüse und verteilt Fleischstreifen in den Kessel, alles mit
einer Routine, die Nara sofort auffällt. Er hat das offensichtlich nicht
zum ersten Mal gemacht.

“Hast du in der Garde immer gekocht?”, fragt sie.

“Wenn wir auf Patrouille waren, ja.” Er schält eine Kartoffel in einem
einzigen langen Streifen. “In der Garde macht jeder das, was er am
besten kann. Einer kocht, einer kontrolliert die Ausrüstung, einer kennt
sich mit der Logistik aus. Geht ja gar nicht anders, wenn man wochenlang
unterwegs ist.”

“Und wer entscheidet, wer was macht?”

“Der Hauptmann, aber in der Regel ergibt sich das einfach. Der eine
kann’s halt besser als der andere.” Er wirft die Kartoffelwürfel in
den Kessel und wischt sich die Hände an der Hose ab. “Als ich
angefangen habe, wollte ich auch alles selbst machen. Wache stehen,
kochen, Ausrüstung reparieren, die Pferde versorgen. Nach drei Tagen war
ich so fertig, dass ich gar nichts mehr auf die Reihe bekommen habe.”
Er schaut kurz zu ihr. “Mein Hauptmann damals hat mich beiseite
genommen und gesagt: Dein Job ist es nicht, alles zu können. Dein Job
ist es, zu wissen, wer dir helfen kann.”

Nara schaut ihn an und sagt nichts. Der Gardist wendet sich wieder dem
Kessel zu und rührt gleichmäßig um, als hätte er nichts Besonderes
gesagt.

Die Leute zu kennen, die es können. Nara legt das Bestiarium auf den
Tisch und starrt auf den Einband. Drei Wochen lang hat sie versucht,
alles selbst zu machen. Wasser filtern, Garten anlegen, Stadt erkunden
und Schleime bekämpfen. Nicht weil sie dachte, sie wäre gut darin,
sondern weil niemand sonst da war. Aber jetzt ist jemand da. Elf Leute,
die ihren Job kennen. Und sie behandelt sie wie Zuschauer, denen sie
beweisen muss, dass sie die Situation im Griff hat.

Hat sie aber nicht. Hatte sie nie.

Sie steht auf und beginnt die Tische in die Mitte des Raumes zu
schieben. Einen neben den anderen, bis sie einen langen,
zusammengestückelten Tisch haben, der wackelt und an den Nähten nicht
ganz passt, aber an dem alle Platz finden. Sie stellt die Stühle
drumherum auf, zählt ab, rückt einen zurecht.

Als sich die Gardisten am Abend in der Taverne versammeln, ist der Tisch
gedeckt. Gedeckt ist ein großzügiges Wort für Holzschüsseln und Löffel,
die Nara in den Ruinen zusammengesucht hat, aber es reicht. Die
Gardisten setzen sich und manche von ihnen bewegen sich so, als würden
ihre Glieder nur noch aus Gewohnheit funktionieren. Die Erschöpfung
steht ihnen ins Gesicht geschrieben, dunkle Augenringe, schwere Lider,
Schultern, die nach vorne sacken. Sie sind fast vierundzwanzig Stunden
auf den Beinen, dazwischen eine Kaserne, die sie von Grund auf
aufgeräumt haben. Jetzt, am Tisch, holt die Müdigkeit sie ein.

Cerena sitzt neben Nara, Aldric gegenüber. Der Eintopf ist besser als
alles, was Nara in den letzten Wochen zusammengerührt hat, und sie nimmt
sich vor, der Küche mehr Priorität zu geben.

Als die Schüsseln leer sind, räuspert sie sich.

“Wir müssen die Stadt erkunden, systematisch. Wir brauchen Unterkünfte
für die Menschen, die nach uns kommen werden. Außerdem brauchen wir eine
nachhaltige Nahrungsquelle.” Sie schaut in die Runde. “Ich schlage
vor, dass wir uns aufteilen. Ein Trupp erkundet den Wald und geht auf
die Jagd. Der andere erkundet die Stadt und sucht nach brauchbaren
Gebäuden.”

“Wie viele pro Trupp?”, fragt Aldric.

“Jeweils sechs. Cerena führt den Jagdtrupp an. Ich gehe mit dem
Stadttrupp.”

“Freiwillige?”, fragt Cerena und schaut in die Runde.

Hände gehen hoch, bei manchen etwas zögerlich weil die Arme schwer sind,
aber sie gehen hoch. Die Aufteilung geht ohne Diskussion. Fünf Gardisten
melden sich für den Wald, darunter der Koch, der offenbar auch jagen
kann. Die anderen fünf bleiben bei Nara. Aldric meldet sich für den
Stadttrupp.

“Wir legen morgen früh bei Sonnenaufgang los”, sagt Nara. “Cerena,
nimm was du brauchst. Seid vorsichtig, wir wissen nicht, was da draußen
ist.”

“Verstanden”, sagt Cerena.

“Und jetzt schlaft”, sagt Nara. “Ihr habt es euch verdient.”

Niemand lässt sich das zweimal sagen. Die Gardisten stehen auf und
manche von ihnen schwanken leicht auf dem Weg zur Tür. Einer stützt sich
auf die Schulter seines Nachbarn. Ihre Stimmen verhallen auf dem
Marktplatz, leiser als am Nachmittag, müder.

Cerena bleibt noch einen Moment stehen und schaut Nara an, als wolle sie
etwas sagen. Dann geht sie die Treppe hoch. Nara hört die Tür des
Nebenzimmers, das Knarzen der Dielen und dann Stille.

Nara räumt die Schüsseln zusammen und stellt sie hinter den Tresen. Sie
legt ein letztes Holzscheit ins Feuer und geht ebenfalls nach oben. Als
sie sich hinlegt, knarzt ihr Bett wie immer. Sie zieht die Decke über
sich und schließt die Augen.

Im Traum steht sie an ihrem üblichen Platz auf der Stadtmauer. Nichts
ist so, wie Nara es kennt. Die Straßen sind gepflastert und sauber. Die
Häuser haben Dächer und Fenster mit Glas, aus den Schornsteinen steigt
Rauch und der Marktplatz ist voller Stände, Stimmen rufen durcheinander
und der Geruch von frischem Brot liegt in der Luft. Die Stadtmauer ist
unbeschädigt, kein Riss, keine Bresche und die Türme bemannt mit Wachen.

Und dahinter, dort wo in Naras Wirklichkeit nur Grundrisse und
Schuttberge liegen, erhebt sich ein Schloss. Gewaltig, mit Türmen, die
in den Himmel ragen und Mauern so dick, dass sie selbst aus der
Entfernung massiv wirken. Fahnen wehen auf den Zinnen und die Fenster
leuchten warm in der Abendsonne.

Dann verfinstert sich der Himmel.

Nara dreht sich um und sieht am Horizont so weit das Auge reicht, eine
Armee, die sich über die Ebene auf die Stadt zubewegt. Orks, Tausende
von ihnen, endlos am Horizont. Ihre Rüstungen schimmern dunkel und der
Boden bebt unter ihren Schritten. Vor ihnen werden Belagerungsmaschinen
geschoben, Türme aus schwarzem Holz und Rammen, die mit Eisen beschlagen
sind.

Und über ihnen, am dunkler werdenden Himmel, kleine Drachen. Drei, vier,
fünf, Nara kann sie nicht alle zählen. Ihre Flügel verdunkeln die Sonne
und als der erste von ihnen den Kopf senkt und Feuer speit, trifft der
Strahl die Stadtmauer und der Stein schmilzt wie Wachs. Die Breschen
entstanden also nicht durch Rammböcke, sondern sie wurden in die Mauer
gebrannt, eine nach der anderen.

Das Schloss trifft es zuletzt. Die Drachen kreisen darüber wie Raubvögel
und ihr Feuer regnet herab, bis die Türme einstürzen und die Mauern in
sich zusammenfallen. Die Flammen sind so heiß, dass der Stein selbst
brennt und die Luft über den Ruinen flimmert.

Dann ist Nara unter der Erde. Die Hitze ist verschwunden und um sie
herum ist es kühl und trocken. Sie steht in einem Raum, nicht riesig,
aber hoch genug, dass die gewölbte Decke über ihr in der Dunkelheit
verschwindet. Regale stehen an den Wänden, dicht an dicht, gefüllt mit
Büchern und Schriftrollen. In der Mitte des Raumes steht ein Tisch mit
aufgeschlagenen Folianten und an den Wänden brennen blaue Lichter in
eisernen Halterungen, die alles in ein kaltes, gleichmäßiges Licht
tauchen. Eine Bibliothek. Unter dem Schloss muss sie sein, denn über ihr
hört sie gedämpft das Bersten von Stein und das Brüllen der Drachen.

Nara geht durch die Reihen und lässt die Finger über die Buchrücken
gleiten. Die Titel sind in einer Schrift, die sie nicht lesen kann, aber
manche Bücher tragen Symbole, die sie wiedererkennt. Runen, ähnlich
denen auf ihrem Schwert. Sie zieht eines heraus und schlägt es auf, aber
die Seiten verschwimmen vor ihren Augen und die Buchstaben tanzen, bevor
sie sich formen können.

Sie weiß, dass sie unter dem Schloss ist. Aber wie tief, das kann sie
nicht sagen. Und wo der Eingang liegt, weiß sie auch nicht. Dann
verblasst das Bild und Nara wacht auf.

Sie liegt still in ihrem Bett und starrt an die Decke. Ihr Herz schlägt
schnell, aber nicht vor Angst. Vor etwas anderem. Es war zu real für
einen Traum, mehr wie eine Vision, oder eine Erinnerung.

Am nächsten Morgen teilen sich die Gruppen auf dem Marktplatz auf.
Cerena überprüft die Ausrüstung ihres Trupps und ihre Gardisten stehen
bereit, manche mit einer Vorfreude im Blick, die Nara nicht ganz
nachvollziehen kann. Der Wald ist eine Bedrohung und für die Gardisten
offenbar ein Abenteuer.

“Wir gehen nicht tiefer als eine Stunde Fußmarsch hinein”, sagt Cerena
zu ihrem Trupp. “Und wir bleiben zusammen. Keine Alleingänge.” Dann
dreht sie sich zu Nara. “Bis zum Abend sind wir zurück.”

Nara nickt. Cerena führt ihren Trupp über den Marktplatz, an der Kaserne
vorbei und durch das Stadttor auf der Waldseite. Nara schaut ihnen nach,
bis sie über die Wiese gehen und zwischen den Bäumen am Waldrand
verschwinden.

“Also”, sagt sie und dreht sich zu ihren fünf Gardisten. “Wir gehen
in die andere Richtung. Es gibt eine Schlossruine am anderen Ende der
Stadt, die ich mir ansehen will. Auf dem Weg dorthin und zurück halten
wir die Augen offen nach Gebäuden, die sich als Unterkünfte eignen. Das
ist unsere eigentliche Aufgabe.”

“Und die Schlossruine?”, fragt Aldric.

“Von der Stadtmauer aus habe ich gesehen, dass dort fast nichts mehr
steht. Aber wenn es ein Schloss war, hatte es einen Keller, vielleicht
sogar umfangreiche Katakomben. Mit etwas Glück gibt es noch Dinge im
Untergrund, die das Feuer und die Zeit überstanden haben.”

Aldric nickt. Die Erklärung reicht ihm.

Der Weg zur Schlossruine führt durch Teile der Stadt, die Nara bisher
nur von der Mauer aus gesehen hat. Breitere Straßen hier, mit den
Überresten von Häusern, die einmal größer und prächtiger gewesen sein
müssen als die am Marktplatz. Je weiter sie sich ihrer Basis entfernen,
desto stärker wird die Verwüstung. Eingestürzte Fassaden, Straßen, die
von Schutt blockiert sind, ganze Häuserzeilen, von denen nur noch die
Grundmauern stehen.

Nach einer halben Stunde öffnet sich die Straße auf einer weiten
erhobenen Fläche und die Gruppe bleibt stehen.

Von dem Schloss ist nichts geblieben. Nara wusste es aus dem Traum, aber
es mit eigenen Augen zu sehen ist etwas anderes. Wo einst Türme in den
Himmel ragten und Fahnen im Wind wehten, liegen nur noch Schuttberge
oder Grundmauern. Steinbrocken, manche so groß wie ein Wagen, liegen
verstreut über die gesamte Fläche. Die Grundmauern zeichnen den Umriss
des Schlosses nach, eine gewaltige Fläche, größer als der gesamte
Marktplatz mit allen umliegenden Gebäuden zusammen.

“War das das Schloss?”, fragt Aldric und seine Stimme hat den
sachlichen Ton verloren.

“Ja, ich vermute es”, sagt Nara. Sie schaut über die Ruinen und
versucht die Bilder aus dem Traum darüberzulegen.

Die Gruppe beginnt die Ruine zu erkunden. Nara geht voraus und die
Gardisten verteilen sich fächerförmig hinter ihr. Die Steine unter ihren
Füßen sind an vielen Stellen geschmolzen und zu glatten, dunklen Flächen
erstarrt. Aldric bückt sich und fährt mit der Hand über eine davon.

“Das war kein normales Feuer”, sagt er. “So etwas habe ich noch nie
gesehen. Stein schmilzt nicht einfach so.”

Nara sagt nichts. Sie denkt an die Drachen aus dem Traum und an das
Feuer, das die Mauer geschmolzen hat wie Wachs. Aber das behält sie für
sich.

Sie arbeiten sich durch die Schuttberge, klettern über Steinbrocken und
suchen nach Zugängen, Treppen, Kellereingängen, irgendetwas das nach
unten führt. Die Grundmauern sind stellenweise noch hüfthoch und bilden
ein Labyrinth aus ehemaligen Räumen und Gängen, von denen manche noch
Reste von Steinböden haben. Aber alles, was einmal darüber lag, ist
eingestürzt und versperrt jeden möglichen Zugang.

Einer der Gardisten ruft aus der Nähe des östlichen Grundrisses. “Hier
drüben, ich habe etwas gefunden.”

Nara klettert zu ihm. In der Grundmauer, halb verdeckt von Schutt, sitzt
eine Tür. Massives Holz, mit Eisenbeschlägen verstärkt, überraschend gut
erhalten im Vergleich zu allem anderen. Der Gardist hat bereits den
Schutt davor beiseite geräumt.

“Kann man sie öffnen?”, fragt Nara.

Aldric tritt vor, drückt die Klinke herunter und stemmt sich mit der
Schulter dagegen. Die Tür gibt nach, schwer und widerwillig, mit einem
Knirschen, das über die Ruine hallt. Dahinter gähnt Dunkelheit.

Nara tritt näher und schaut hinein. Drei Steinstufen führen nach unten
und dann ist Schluss. Die Decke des Ganges dahinter ist eingestürzt,
Steinbrocken und geschmolzenes Gestein haben alles zu einer massiven
Barriere verschmolzen. Kein Durchkommen.

“Da kommt man nicht durch”, sagt Aldric und klopft gegen den
verschmolzenen Stein. Der Klang ist dumpf und tief. “Das sitzt fest.
Ohne schweres Gerät keine Chance, falls dahinter überhaupt noch etwas
intakt ist.”

“Suchen wir weiter”, sagt Nara. “Vielleicht gibt es einen anderen
Zugang.”

Sie verbringen den Rest des Vormittags damit, jeden Winkel der
Schlossruine zu durchsuchen. Zwei weitere mögliche Zugänge finden sie,
beide ebenso verschüttet und versiegelt. An einer Stelle hat das
geschmolzene Gestein eine fast perfekte Versiegelung gebildet, als hätte
jemand die Eingänge absichtlich zugeschweißt.

Die Sonne steht hoch, als Aldric neben sie tritt und sich den Schweiß
von der Stirn wischt.

“Hoheit, wir sollten langsam an den Rückweg denken. Auf dem Herweg habe
ich einige Gebäude gesehen, die einen näheren Blick verdienen würden.
Brauchbare Unterkünfte für die Neuankömmlinge zu finden ist im Moment
dringender.”

Nara steht auf einem Schuttberg und schaut über die Ruinen. Die
Grundrisse erstrecken sich vor ihr wie eine Landkarte und irgendwo
darunter liegt eine Bibliothek voller Bücher in einer Schrift, die sie
nicht kennt, hinter Zugängen, die sie nicht öffnen kann.

Aber sie steigt nicht vom Schutt herunter. Stattdessen geht sie in die
Hocke und beginnt mit bloßen Händen Steine zur Seite zu räumen, dort wo
der erste Zugang gewesen war. Kleine Steine zuerst, dann größere, die
sie mit beiden Händen anpacken muss. Ihre Finger schrammen über scharfe
Kanten und Staub wirbelt auf.

Nara hält inne. Ihre Hände liegen auf einem Steinbrocken, der sich nicht
bewegen wird, egal wie fest sie zieht. Staub klebt an ihren Fingern und
unter ihren Nägeln.

Transparenzhinweis

Ich nutze aufgrund meiner kognitiven Dysfunktion infolge von ME/CFS KI-Assistenzwerkzeuge bei der Texterstellung. Die gesamte kreative Leistung, also Figuren, Handlung, Weltenbau, Dialoge und sämtliche Ideen, stammt vollständig von mir. KI wird ausschließlich als unterstützendes Hilfsmittel eingesetzt, um meine gesundheitlichen Einschränkungen zu überbrücken.