Kapitel 6 von 6

Kapitel 6 - Der Zusammenbruch

IssacDJacks22. Mai 2026

Das erste, was Cerena wahrnimmt, ist Stille, so vollständig, dass sie
glaubt, taub geworden zu sein. Sie blinzelt. Es ist Abend, der Himmel
über ihr ist dunkelblau und die Luft riecht nach Regen und Stein.

Sie bewegt sich langsam und ihre Beine protestieren. Drei Wochen auf
kaltem Steinboden haben ihre Spuren hinterlassen. Um sie herum liegt ein
Marktplatz, weitläufig und verfallen. Zerbrochene Stände, überwucherte
Pflastersteine, Gebäude mit leeren Fenstern, die sie wie schwarze Augen
anstarren. In ihrem Rücken flackert das Portal schwach und wirft blaue
Schatten über den Boden. Vor ihr, halb verborgen im Dämmerlicht, liegt
ihr Schwert auf dem Pflaster. Sie hebt es sofort auf. Das vertraute
Gewicht an ihrer Hüfte beruhigt sie mehr, als sie zugeben würde.

Dann bewegt sich etwas. Eine Tür in einem der Gebäude am Platzrand
öffnet sich und eine Gestalt tritt heraus. Klein, schmales Gesicht,
schwarzes Haar. Die Hand am Griff eines Schwertes.

Cerenas Herz setzt einen Schlag aus.

Das Gesicht ist schmaler als in ihrer Erinnerung und die Haare sind
ungepflegt, aber diese Haltung, dieses trotzige Kinn, diese dunklen
Augen, die sie mustern, als würden sie die ganze Welt herausfordern.
Sieben Jahre hat sie dieses Gesicht bewacht. Sie würde es unter
Tausenden erkennen.

“Euer Hoheit?”

Ihre eigene Stimme klingt fremd in ihren Ohren, rau und brüchig vom
Kerker. Die Prinzessin steht vielleicht dreißig Meter entfernt und
scheint sie noch nicht erkannt zu haben. Cerena tut das, was der Körper
seit Jahren von selbst tut. Sie geht in die Knie, eine Hand an die
Brust, den Kopf gesenkt.

“Euer Hoheit, ich bin…”

Dann hört sie Schritte. Schnelle Schritte, auf dem Pflaster, die näher
kommen, und bevor sie den Satz beenden kann, trifft sie etwas mit voller
Wucht. Arme schlingen sich um sie und reißen sie aus der Kniebeuge hoch.
Die Prinzessin drückt sich an sie, so fest, dass Cerena nach Luft
schnappt. Sie erstarrt, ihr ganzer Körper wird steif, die Arme hängen an
den Seiten, die Schultern hochgezogen. Jahre an Protokoll und Etikette,
die gegen das hier ankämpfen. Eine Prinzessin umarmt man nicht. Man wird
von einer Prinzessin nicht umarmt. Schon gar nicht so.

Dann spürt sie, wie die Prinzessin zu zittern beginnt. Erst leicht, dann
stärker, bis ihr ganzer Körper bebt. Und dann hört sie es. Ein
Schluchzer, so tief und so roh, dass er klingt, als käme er nicht aus
dem Mund, sondern aus dem Brustkorb. Cerena steht still und versteht.

Das ist nicht die Freude einer Prinzessin über eine vertraute Person.
Das ist etwas, das viel tiefer sitzt und viel länger gewartet hat.

Cerenas Arme heben sich langsam, als müsste sie gegen einen inneren
Widerstand ankämpfen. Sie legt sie um Naras Schultern, erst vorsichtig,
dann fester. Ihre Hand findet Naras Hinterkopf und hält ihn, wie man den
Kopf eines Kindes hält, das sich das Knie aufgeschlagen hat.

Nara vergräbt das Gesicht an Cerenas Schulter und alles bricht auf
einmal auf. Drei Wochen allein in einer toten Stadt. Drei Wochen, in
denen sie mit einem Schädel geredet hat, weil es sonst niemanden gab.
Drei Wochen, in denen sie nachts wach lag und sich fragte, ob sie jemals
wieder eine menschliche Stimme hören würde. Die Angst vor dem Wald und
den Breschen in der Mauer. Die Stille, die unerträgliche Stille, gegen
die sie angeredet hat, bis ihre Stimme heiser war. Die Momente, in denen
sie nicht wusste, ob sie den nächsten Tag überleben würde. Die Momente,
in denen es ihr egal war. Und jetzt steht hier jemand, ein Mensch:
Cerena. Und Nara kann nicht mehr.

Sie weint. Nicht leise, nicht beherrscht, nicht so, wie es sich für eine
Prinzessin gehört. Sie heult mit offenem Mund, das Gesicht nass und
verzogen, der ganze Körper bebend. Geräusche kommen aus ihr heraus, die
sie nicht kontrollieren kann, Schluchzer, die in der Stille über den
Marktplatz hallen und von den leeren Gebäuden zurückgeworfen werden.

Nara weiß nicht, wie lange sie so stehen. Die Tränen hören nicht auf und
sie will auch nicht, dass sie aufhören. Jede Träne, die fällt, nimmt
etwas mit. Ein Stück von der Einsamkeit, ein Stück von der Angst, ein
Stück von dem Gewicht, das auf ihr gelegen hat, seit sie durch das
Portal getreten ist. Sie drückt ihr Gesicht fester an Cerenas Schulter
und der Stoff ihrer Kleidung ist rau und dreckig und feucht, aber es ist
ihr vollkommen egal.

Irgendwann, als die Schluchzer leiser werden und nur noch das Zittern
bleibt, räuspert Cerena sich leise.

“Euer Hoheit, ich muss mich entschuldigen.” Ihre Stimme ist leise und
Nara hört die Verlegenheit darin. “Mein derzeitiger Zustand ist Euch
gegenüber nicht zumutbar. Ich bin mir bewusst, dass ich ausgesprochen
unangenehm rieche, und es ist mir aufrichtig peinlich, dass Ihr das
ertragen müsst.”

Nara lacht. Es kommt nass und erstickt und halb als Schluchzer heraus,
aber es ist ein Lachen. Sie löst sich von Cerenas Schulter und wischt
sich mit dem Ärmel übers Gesicht. “Dann muss ich mich ebenfalls
entschuldigen, Cerena. Drei Wochen mit kaltem Regenwasser und einem
Waschzuber reichen offenbar nicht aus, um einen fürstlichen Duft zu
bewahren.”

Cerena schaut sie an und Nara sieht, wie es hinter den grünen Augen
arbeitet. Die Vorstellung, dass eine Prinzessin des Hauses Runenberg
seit Wochen nicht richtig gebadet hat, scheint ihr körperliches
Unbehagen zu bereiten.

Nara wischt sich die letzte Träne aus dem Augenwinkel und mustert
Cerena. Ihr Gesicht ist schmaler als in ihrer Erinnerung, die
Wangenknochen treten stärker hervor und unter den Augen liegen dunkle
Schatten. Aber sie steht aufrecht, trotz allem, und in ihrem Blick liegt
die gleiche ruhige Wachsamkeit, die Nara schon kannte, als sie selbst
noch ein Kind war.

“Komm”, sagt Nara und ihre Stimme zittert noch leicht. “Komm mit
rein.”

Sie führt Cerena zur Taverne. Cerena mustert den Marktplatz im Gehen,
die verfallenen Gebäude, das schwach flackernde Portal, die
überwucherten Straßen. Sie sagt nichts, aber ihre Augen sind überall und
ihre rechte Hand ruht auf dem Schwertknauf.

Als sie die Taverne betreten, bleibt Cerena im Türrahmen stehen und
betrachtet den Raum. Den gefegten Boden, die aufgestellten Tische, die
Blumen in den Tontöpfen, den Kamin mit dem Holzstapel. Dann fällt ihr
Blick auf den Schädel auf dem Tresen.

“Ist das ein Orkschädel?”, fragt sie und ihre Hand schließt sich
fester um den Schwertgriff.

“Das ist Dieter”, sagt Nara. “Mein Vormieter.”

Cerena schaut von dem Schädel zu Nara und wieder zurück. Ihr Mund öffnet
sich leicht, als wolle sie nachfragen, aber dann schließt sie ihn wieder
und nickt nur. “Verstehe.”

“Der Waschzuber steht im Hinterhof”, sagt Nara und deutet hinter den
Tresen. “Das Wasser ist kalt, aber sauber. Gib mir deine Kleidung, ich
wasche sie, während du dich frisch machst.”

Cerena zögert sichtlich. Nara sieht, wie sich ihr Kiefer anspannt und
ein leichtes Rot ihre Wangen färbt, soweit das unter dem Schmutz zu
erkennen ist. “Hoheit, das kann ich unmöglich annehmen. Es wäre
vollkommen unangemessen, wenn eine Prinzessin die Kleidung ihrer
Leibwächterin wäscht.”

“Cerena, ich habe hier weder Mägde noch einen Waschsalon. Und ich habe
in den letzten Wochen gegen Schleime gekämpft, eine Toilette gegraben
und Unkraut gejätet. Ich denke, deine Kleidung zu waschen wird meine
Würde nicht weiter beschädigen.”

Cerena öffnet den Mund, schließt ihn wieder, und reicht ihr dann wortlos
die Sachen, als sie im Hinterhof steht. Ihr Gesicht dabei spricht Bände.

Während Cerena sich wäscht und Nara am zweiten Zuber die Kleidung
bearbeitet, ruft sie über die Schulter: “Wenn du fertig bist, findest
du eine Decke am Haken neben der Tür. Wir können zusammen etwas essen
machen, sobald deine Sachen zum Trocknen hängen.”

Am Kamin stehen sie nebeneinander, Cerena in eine Decke gewickelt und
mit nassen Haaren, Nara mit den Resten der Vorräte. Cerena schneidet die
Kartoffeln in gleichmäßige Scheiben, ordentlich und präzise, während
Nara das Trockenfleisch in Streifen reißt und beides zusammen in den
Kessel wirft. Die Vorräte werden knapper. Noch vielleicht eine Woche,
wenn sie sparsam sind. Jetzt noch weniger.

Sie setzen sich an den Tisch und Nara schiebt Cerena die Portion zu.

“Danke, Hoheit.”

Sie essen schweigend. Cerena isst langsam und kontrolliert, aber Nara
sieht, wie ihre Hände leicht zittern. Im Kerker wird es nicht viel
gegeben haben.

Cerenas Blick wandert wieder zu dem Orkschädel auf dem Tresen. Dann zu
dem Schwert an Naras Hüfte. Dann zu den Prellungen, die unter Naras
Ärmel hervorschauen.

“Hoheit, darf ich fragen”, beginnt Cerena und wählt ihre Worte
bedächtig, “wie ist es hier wirklich? Die Geschichten, mit denen man
uns seit Kindertagen einschüchtert, dass Arthengard von Dämonen und
Monstern überrannt sei und jeder Mensch hier dem sicheren Tod geweiht,
stimmen die?”

Nara lehnt sich zurück. “Zum Teil. Ich habe bisher nur Schleime
gesehen. Die sind lästig und schneller als sie aussehen, aber kein
Vergleich zu dem, womit sie uns in der Kindheit Albträume bereitet
haben.” Sie deutet auf den Orkschädel. “Der lag hier, als ich
angekommen bin. Zusammen mit dem restlichen Skelett. Ich habe die
Knochen begraben, aber Dieter hat seinen Platz behalten.” Sie klopft
auf den Tresen. “Gute Gesellschaft war schwer zu finden.”

Cerena betrachtet sie einen Moment mit einem Ausdruck, der irgendwo
zwischen Sorge und Unverständnis liegt. Dann wendet sie sich wieder dem
Essen zu.

“Allerdings war ich auch noch nicht außerhalb der Stadt”, fährt Nara
fort und nickt Richtung Fenster. “Hinter der Stadtmauer liegt ein Wald
und der sieht so aus, als sollte man ihn besser in Ruhe lassen. Wenn ein
einzelner Schleim mich auf den Rücken werfen kann, will ich nicht
wissen, was dort zwischen den Bäumen lauert.”

Cerena nickt langsam und Nara sieht, wie sie die Information einordnet
und abspeichert. Die Leibwächterin in ihr war nie wirklich weg.

“Cerena”, sagt Nara und legt den Löffel beiseite. “Erzähl mir was
passiert ist. Wie bist du hier gelandet?”

Cerena legt ebenfalls den Löffel ab und faltet die Hände auf dem Tisch.
“In der Nacht nach Eurer Verbannung hat Euer Vater die Leibgarde
zusammengerufen. Er hat den Befehl persönlich erteilt, wir sollten
zusammenstellen was möglich war und es durch das Portal werfen”

Nara nickt.

“Es musste schnell gehen und unauffällig. Jeder hatte seinen Posten und
seine Aufgabe. Einige haben die Vorräte zusammengestellt, andere standen
Wache, der Rest hat alles zum Portal geschafft.” Cerena macht eine
Pause und ihr Blick richtet sich auf die Flammen im Kamin. “Bis auf das
Ende. Wir hatten alles durch, doch dann kam ein Tempelritter um die
Ecke. Er war nicht bestochen und er hat sofort Alarm geschlagen.”

“Und dann?”

“Sind wir geflüchtet. Jeder in eine andere Richtung, so war es
abgesprochen für den Fall der Entdeckung.” Cerenas Stimme bleibt
gleichmäßig, aber Nara hört die Anspannung darunter. “Ich bin entkommen
und habe mich drei Tage in der Unterstadt versteckt, bevor sie mich
gefunden haben.” Sie hebt kurz die aufgeschürften Hände und dreht sie
im Feuerschein. “Der Prozess war kurz. Keine Beweise, aber das hat die
Kirche noch nie davon abgehalten, ein Urteil zu fällen, wenn es ihr in
den Kram passt. Wie bei euch wurde auch ich nach Arthengard.”

“Drei Wochen im Kerker”, sagt Nara leise.

“Etwas länger, glaube ich.” Cerena sagt es ohne Bitterkeit. “Kein
angenehmer Aufenthalt, aber ich habe Schlimmeres erlebt. Das Urteil
hätte auch anders ausfallen können.”

“Was ist mit den Anderen?”

“Das weiß ich nicht. Im Kerker bekommt man wenig mit.”

“Wie geht es meinem Vater?”

Cerena antwortet nicht sofort und Nara sieht, wie sie die Worte abwägt.
“Er hat Haltung bewahrt, soweit ich das beurteilen konnte. Er war es,
der die Aktion befohlen hat, und er hat es getan im vollen Bewusstsein
dessen, was es ihn kosten könnte, falls es auffliegt. Ich habe den
Eindruck, dass er das Urteil gegen Euch als persönliche Niederlage
empfindet, auch wenn er es sich in der Öffentlichkeit nicht anmerken
lässt.”

Nara nickt langsam. Sie will noch mehr fragen, aber Cerenas nächste
Worte lenken sie ab.

“Allerdings hat sich etwas verändert in der Stadt.” Zum ersten Mal
schleicht sich etwas in Cerenas Stimme, das nach echter Sorge klingt.
“Im Kerker hört man Dinge, besonders wenn die Wachen glauben, dass man
schläft. Und was ich gehört habe, hat mich überrascht. Die Stimmung hat
sich verändert. Die Wachen haben untereinander geredet, über das Urteil,
über die Kirche. Offener als ich es je erlebt habe. Nicht nur Gemurmel
hinter vorgehaltener Hand. In den Gasthäusern, auf dem Markt, selbst in
der Kaserne soll es Gespräche geben, die vor einem Monat noch undenkbar
gewesen wären.” Cerena schaut Nara direkt an. “Das war vor meiner Zeit
im Kerker. Was seitdem geschehen ist, kann ich nicht beurteilen.”

Nara schweigt einen Moment. Sie denkt an den Salut, an die Gesichter in
der Menge, manche wütend, manche weinend.

“Ich denke, dass wir nicht die Einzigen bleiben werden, die durch
dieses Portal kommen”, sagt Cerena. “Die Kirche scheint Geschmack an
dieser Art Bestrafung gefunden haben, jetzt wo das Portal wieder
geöffnet ist”

Dann erzählt Nara. Die erste Nacht auf dem Platz, die Stille, die
Erkundung der Stadt. Die Schleime, der Garten, die Vorräte die zur Neige
gehen. Sie erwähnt die leuchtenden Kristalle und dass sie nicht weiß,
was sie sind. Sie erwähnt den Wald und dass sie sich nicht getraut hat,
auch nur in seine Nähe zu gehen.

Cerena hört zu, ohne zu unterbrechen. Hin und wieder nickt sie. Als Nara
fertig ist, legt sie eine Hand auf ihre Schulter und sagt: “Du hast
unter diesen Umständen bemerkenswert viel erreicht, Hoheit.”

Die Stunden vergehen und das Feuer brennt herunter. Nara legt zweimal
nach. Sie reden über die Stadt, über die Mauer, über die sieben
Breschen. Cerena stellt Fragen, die Nara nicht in den Sinn gekommen
wären. Wo sind die nächsten Wasserquellen außerhalb der Stadt? Gibt es
Keller, die als Lager dienen könnten? Wie oft kommen die Schleime in die
Stadt? Nara beantwortet, was sie kann, und beim Rest zuckt sie mit den
Schultern.

Irgendwann mitten in einem Satz bemerkt Nara, dass Cerena nicht mehr
antwortet. Sie schaut auf. Cerena liegt mit dem Kopf auf dem Tisch, den
Kopf leicht zur Seite geneigt und die Augen geschlossen. Ihre Hände
liegen noch so auf dem Tisch, als hätte sie vorgehabt, etwas zu sagen,
aber der Körper hat schneller entschieden. Ihr Schwert lehnt an der
Stuhllehne, griffbereit selbst im Schlaf.

Nara steht leise auf und holt eine der Decken aus dem oberen Stock. Sie
legt sie vorsichtig über Cerenas Schultern, darauf bedacht, sie nicht zu
wecken. Cerena rührt sich nicht. Ihr Atem ist tief und gleichmäßig und
zum ersten Mal seit sie aus dem Portal gestolpert ist, sieht ihr Gesicht
entspannt aus.

Nara steht einen Moment da und schaut sie an. Dann schaut sie zur Tür.

Cerenas Worte gehen ihr nicht aus dem Kopf. Dass sie nicht die Einzigen
bleiben werden. Sie beißt sich auf die Unterlippe und legt die Hand auf
den Schwertknauf an ihrer Hüfte.

Sie tritt leise aus der Taverne. Der Marktplatz liegt im Dunkel, nur das
Portal leuchtet schwach und gleichmäßig vor sich hin. Die Luft ist kühl
und riecht nach dem Regen, der am Nachmittag gefallen ist. Nara geht
langsam auf das Portal zu und schaut sich um. Die Stille ist da, wie
immer, und drückt auf ihre Ohren.

Dann hört sie etwas.

Ein leises Scharren, wie Krallen auf Stein. Nara bleibt stehen und ihre
Hand umschließt den Schwertgriff. Das Scharren kommt von rechts, aus der
Gasse zwischen der Schmiede und dem Lagerhaus. Sie dreht sich langsam in
die Richtung.

Zwei Gestalten treten aus dem Schatten. Klein, vielleicht bis zu ihrer
Hüfte, mit langen spitzen Ohren und Augen, die im Portalblau gelb
aufleuchten. Ihre Haut ist grün und ledrig und in ihren Händen blitzen
Dolche.

Nara zieht das Schwert. Die Runen leuchten blau auf.

Ein Goblin grinst.

Transparenzhinweis

Ich nutze aufgrund meiner kognitiven Dysfunktion infolge von ME/CFS KI-Assistenzwerkzeuge bei der Texterstellung. Die gesamte kreative Leistung, also Figuren, Handlung, Weltenbau, Dialoge und sämtliche Ideen, stammt vollständig von mir. KI wird ausschließlich als unterstützendes Hilfsmittel eingesetzt, um meine gesundheitlichen Einschränkungen zu überbrücken.